… Es gibt bestimmt jemanden, der sie besonders mag – in der Familie oder im Freundeskreis. Dem sind Sie besonders wichtig. Also schützen Sie sich!“ Mit diesen eindrucksvollen Worten begann Jan-Hendrik Tonke, Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Borken, seinen Appell an die Anwesenden, einen Fahrradhelm zu tragen. „Sie schützen doch ihr Handy mit einer Hülle. Warum nicht auch Ihren Kopf?
„Aber die Frisur!“, so eine Dame aus dem Publikum. Das war das Stichwort für den Kollegen Stefan Benölken, der zu einem Airbag-Kragen griff. Der lässt sich auf den Halsumfang des Trägers einstellen und löst bei einem Sturz in Sekundenschnelle aus. Das wollte eine Zuschauerin genau wissen und ließ sich den Kragen umlegen.
Aber nicht nur die verkehrssichere Ausrüstung des Fahrrads mit Klingel, Licht und Rückspiegel waren Thema an diesem Morgen. Den beiden Verkehrsberatern ging es auch um das richtige Verhalten als Pedelec Fahrer. Unfälle zu vermeiden und die Unfallfolgen durch gezielte Maßnahmen abzumildern ist das Thema der Verkehrssicherheitsberater.
Im Kreis Borken ist das Fahrrad bzw. Pedelec ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel. Blickt man auf die Verkehrsunfallstatistik, sieht man, dass es in NRW nur noch in Münster „gefährlicher“ ist mit dem Fahrrad bzw. Pedelec zu fahren als im Kreis Borken.
Und in Ahaus gibt es besonders neuralgische Stellen. Da waren sich auch die ortskundigen Teilnehmenden aus dem Publikum einig. Schnell wurde gesammelt: Der Hessenweg, die verschiedenen Kreisverkehre, die Königstraße, die Wessumer Straße u.a.
Anhand von Bildern zeigten die beiden Beamten, wie man sich an den gefährlichen Punkten richtig verhält. Dabei ist immer wichtig der Augenkontakt. „Auch wenn ich vermeintlich im Recht bin, der Autofahrer hat einen toten Winkel und kann mich übersehen.“
So erkannte eine Teilnehmerin zu Recht: „Wenn ich Recht habe, und ich lieg unter dem Auto, hilft mir das auch nichts.“
Am nächsten Morgen hatten einige Teilnehmer die Möglichkeit, mit den beiden Polizisten die bekannten Stellen anzufahren.
Zum Treff 55+ luden Jutta Schulte von der Freiwilligen – Agentur und Sybille Großmann, Stadt Ahaus ein.

