Am 23. Mai fand in Ahaus erstmals der Ehrentag statt, der dem Ehrenamt gewidmet war. Im Rahmen dieser Initiative beteiligte sich die Freiwilligen-Agentur handfest mit einer besonderen Fotoaktion unter dem Titel „Ahaus ohne Ehrenamt“. Ziel der Aktion war es, die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das gesellschaftliche Leben, den Zusammenhalt und die Lebensqualität in der Stadt sichtbar zu machen.
Unter dem Motto „Ahaus ohne Ehrenamt“ wurden Bilder präsentiert, die verdeutlichten, wie das Alltagsleben in Ahaus ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Gruppen und Vereine aussehen würde.
In Grautönen sah man auf den verschiedenen Plakaten z. B. ein Schwimmbad ohne Schwimmer, vermüllte Kleidercontainer, leere Stühle im Ratssaal, eine dunkle leere Turnhalle und leere Regale in der Tafel, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ohne die DLRG, die Kleiderstube und das Spendenlager Drehscheibe, die Ehrenamtlichen, die in den politischen Parteien arbeiten, die Sportvereine und die Tafel fehlt etwas in Ahaus.
Während der Marktzeit kamen viele AhauserInnen an dem Stand vorbei und informierten sich bei Jutta Schulte und Katrin Krechting über die verschiedenen Formen des Ehrenamts in Ahaus.
Einige Besucher fanden sich und ihre Gruppe auf den Bildern wieder. „Aber warum sind die und jene Vereine und Gruppen nicht vertreten“, so eine Ahauserin. Da konnte Jutta Schulte nur antworten: „Wir haben alle angeschrieben, aber nicht alle haben geantwortet. Wir können nur die veröffentlichen, von denen wir Bilder bekommen haben.“
Dennoch zeigte sich auf den Plakaten, wie groß die Vielfalt des Engagements in Ahaus ist.
Der Ehrentag bot eine Plattform, um das Ehrenamt öffentlich zu würdigen, neue Freiwillige zu gewinnen und die lokale Gemeinschaft zu stärken.

