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Abschied nehmen ...im Krematorium Enschede

Weit über 30 Interessierte der Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ machten sich auf den Weg nach Enschede, um sich im Krematorium ein Bild von den Möglichkeiten der Verabschiedung und Bestattung von Verstorbenen in den Niederlanden zu machen.

Begrüßt wurden die Besucher von Herrn Ludwig Terstriep, der die Gäste bei „koffie en cake“ auf deutsch über die Verfahren und Regelungen bei der Verabschiedung und Kremierung in Holland informierte. Dabei erläuterte Herr Terstriep einfühlsam aber auch sachkundig und zugleich respektvoll die unterschiedlichen rechtlichen Bedingungen sowie auch den mehr lockeren Umgang im Vergleich zu den bei uns gewohnten Beerdigungsriten. „ Es ist alles erlaubt, es darf nur nicht anstößig sein“, so Herr Terstriep. Im Krematorium gibt es verschieden gestaltete Verabschiedungsräume, die von den Besuchern je nach Größe der Gruppe genutzt werden können. Die Trauergruppe trifft sich dort und nimmt hier am Sarg vom Verstorbenen Abschied. Anschließend erfolgt am gleichen Tag die Kremierung. Die Urne mit der Asche des Toten wird dann mindestens 30 Tage dort aufbewahrt, bevor eine Urnenbestattung , eine Verstreuung der Asche auf einer Wiese oder auch eine Belassung im Kolumbarium am Krematorium gewählt werden kann. In den Niederlanden besteht –im Unterschied zu Deutschland - auch die Möglichkeit, die Urne mit zu sich nach Hause zu nehmen. Bei der abschließenden Führung durch das weiträumige parkähnlich gestaltete Gelände zeigte Herr Terstriep die verschiedenen Bereiche, so zum Beispiel das „Nirvana“, ein gestalteter Bachlauf, der den gläubigen Hindus zum Verstreuen der Asche im Flusslauf dient.

Zum Abschluss bedankten sich die Besucher bei dem deutschsprachigen Ansprechpartner für den sehr informativen und gleichzeitig einfühlsamen Vortrag und einer sachkundigen Führung durch das Krematorium.