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„Dem Gedächtnis Flügel verleihen“

Was haben eine umgedrehte Nase, Fische an den Garderobehaken oder Bratwürste am Fahrradlenker mit dem Gedächtnis zu tun. Wenn man einen von den fast 100 Teilnehmern der morgendlichen Veranstaltung von Treff 55+ fragt, bekommt man ziemlich sicher eine Antwort.

„Früher konnte ich alles viel leichter behalten“, so eine 22jährige Studentin an Dominik Moersen gewandt. Ein gutes Gedächtnis hat nichts mit dem Alter zu tun. Ein aktiver 80jähriger, der rege am Leben teilnimmt kann da gut mithalten, so der Referent. Die Probleme mit der Vergesslichkeit sind allen bekannt. So z.B. die ‚Treppe des Vergessens‘: Man geht in den Keller und ist man unten angekommen, …“  Er brauchte den Satz nicht zu Ende zu führen. Die Lacher im Publikum zeigten, dass viele schon die gleiche Erfahrung gemacht hatten.

Aber gibt es auch Mittel gegen die Vergesslichkeit? Wie kann ich mir einen Einkaufszettel merken? Was ist, wenn ich meine Geheimzahl oder eine wichtige Telefonnummer vergesse? Wie kann ich Informationen und Nachrichten im Gedächtnis speichern? Wie kann ich mir das merken, was ich mir merken möchte?

„Je skurriler die Geschichte, umso leichter merken wir uns was“, so der
Referent dieses Morgens Gedächtnistrainer Dominik Moersen. Man muss die Dinge, die man sich merken will mit bestimmten Gegenständen in einem Raum verbinden. Wie das geht machte er an einigen Beispielen klar:

Die Zuschauer sollten sich die Bundesländer in der Reihenfolge der Einwohnerzahl merken. Moersen machte mit der Zuhörerschaft eine Probe aufs Exempel. Er nannte erst 10 markante Punkte am Körper und verband diese mit der Merkaufgabe.

Dazu verband er die Körperstellen mit lustigen Gedankenspielen, um so die entsprechenden Länder zu assoziieren: Nordrhein-Westfalen mit dem Kopf, Bayern mit den Augen, Brandenburg mit den Füssen und so weiter. Das funktionierte tatsächlich: Im Chor sagten die Zuhörer nachher die Länder in richtiger Reihenfolge auf.

Noch weiter Beispiel folgten, bei denen die Zuschauer sichtlich Spaß hatten. Mit großem Applaus bedankten sich diese für eine vergnügliche Reise durchs Gedächtnis.

Zum Treff 55+ hatten Sybille Großmann, Seniorenbeauftragte der Stadt Ahaus und Angelika Litmeier, Freiwilligenagentur, handfest eingeladen.