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Erlebnis Südafrika – imposante Lebenswelten

Man merkte ihr die Begeisterung an, mit der die Hobbyfotografin Angelika Laumann die Pflanzen- und Tierwelt Südafrikas entdeckt hatte. Ihre tollen Aufnahmen von Nilpferden, Löwen und Nashörnern waren aber nur ein Teil ihres Reiseberichts.

Auch interessante Menschen, und kulturelle Kontraste hat die gelernte Gärtnerin mit ihrer Kamera festgehalten. Anschaulich erzählte sie von ihren Begegnungen mit den Wildtieren in dem Nambiti-Hills-Reservat. „Oh, eine Giraffe!“ rief sie und ließ den Guide für ein Foto anhalten. Im weiteren Verlauf der Reise sah sie aber so viele Giraffen, dass sie nicht einmal mehr die Kamera dafür zückte.

Mit vielen gekonnten Detailaufnahmen von Tieren und Pflanzen erlaubte sie dem Zuschauer mit dem Auge der Fotografin das wunderbare Land zu erleben. Zusammen mit Frank Schirmer, der über 25 Jahre dort lebte, reiste sie durch den südlichen Bereich der Provinz Kwazulu-Natal.

Ein paar Bilder vom Luxus, der mit Mauern und Stacheldraht eingezäunt ist, aber auch von primitiven Hütten und Slums zeigten den Kontrast, in dem die Menschen in diesem reichen Land leben. Die wunderschönen Aufnahmen von den vielfältigen Landschaftsformen und Tieren, die sie auf ihrer Reise von den Bergen bis zur Küste erlebt hatten, füllten aber den größten Teil ihres Vortrags.

 „Seit dem Ende der Apartheit und Nelson Mandela hat sich viel in Südafrika geändert. Schwarze haben jetzt auch Anteil am Reichtum des Landes und bewohnen solche Villenvororte“, wusste Frank Schirmer, der in ein paar Sätzen die junge Geschichte des Landes umriss. „Bei den zahlreichen Bettlern sind ebenfalls alle Hautfarben vertreten.  In Südafrika gibt es keine Sozialhilfe. Wer keine Arbeit hat, muss sehen wo er bleibt.“

Einige Zuschauer interessierten sich auch für die Reisebedingungen. Die beiden sind mit einem Leihwagen gereist. Die Straßen und Autobahnen sind gut. Die Hotels und Lodges entsprechen auch westlichen Standards. In normaler Freizeitkleidung fällt man nicht auf. Auf auffälligen Schmuck sollt man aber verzichten. Die Kamera hat Angelika Laumann in einem Stoffbeutel transportiert. An Ampeln sollte man die Fenster und Türen geschlossen halten, warnen die beiden vor allzu aggressiven Bettlern. In den großen Städten werden die Kaufhäuser von Security bewacht. Da kann man problemlos einkaufen. Aber in kleinen Städten, wo vornehmlich Schwarze wohnen, haben sie sich nicht aus dem Auto getraut.

Zum Treff 55+ hatten die Seniorenbeauftragte der Stadt Ahaus, Sybille Großmann und Angelika Litmeier von der Freiwilligen-Agentur hand|fest am Mittwoch eingeladen.