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Zehn Jahre Ahauser Tafel

– zehn Jahre Unterstützung für Hilfesuchende.


Die Verantwortlichen blickten am Sonntag in einer Feierstunde auf die Anfänge und die über Jahre geleistete Arbeit zurück und luden die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür ein.
Die Tafel in Ahaus, unter dem Dach des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF), startete im Dezember 2007, offiziell eingeweiht wurde die Tafel im April 2008. „Die Vorbereitungen nahmen fast eineinhalb Jahre in Anspruch“, erinnert sich Mathilde Fischer, die Vorsitzende des SKF. „Damals sammelte die Tafel in Gronau bei den Lebensmittelhändlern in Ahaus. Wir kamen zum Schluss, auch in Ahaus eine Tafel einzurichten.“ Etliche Informationsveranstaltungen folgten. „Uns hat damals beeindruckt, wie schnell sich Ehrenamtliche zur Mitarbeit bereit erklärten. Sie sind ja der Grundstock unserer Arbeit.“
Innerhalb kürzester Zeit kamen 80 freiwillige Helfer als Fahrer, Sortierer, für die Ausgabe und das Büro zusammen. Gut 70.000 Euro flossen in die Renovierung der Räume an der Schloßstraße 16. „Auch da war ganz viel Wohlwollen“, blickt Mathilde Fischer zurück. „Alleine hätten wir zum Beispiel die Kühlzelle, die Ladenzeile und das Tafelfahrzeug finanziell nicht schultern können.“

Lange hat es gedauert, die Ahauser Märkte dazu zu bewegen ihre älteren Lebensmittel der Tafel zur Verfügung zu stellen. "Heute stehen schon Kisten für uns bereit, wenn wir mit Wagen der Tafel vorfahren," so ein Fahrer der ersten Stunde. 

436 Tafelkunden sind aktuell verzeichnet – 228 Erwachsene und 208 Kinder. „Das ist im Moment der höchste Stand, den wir je hatten“, erklärt Diplom-Sozialarbeiterin Alexandra Perl vom SKF. „Ein Abbild der Gesellschaft und der Armutsgesellschaft.“ Dass die Tafeln in Deutschland mittelfristig überflüssig werden, davon geht Mathilde Fischer nicht aus. „Dann wären auch die Kleiderkammern überflüssig. Dass der Staat so viel Geld gibt, dass es für alle auskömmlich ist, daran glaube ich nicht.“

Die Ahauser Stadtkapelle sorgt mit ihren flotten Rhythmen für gute Stimmung.

Viele kamen und waren beeindruckt von der Tafelarbeit der Ehrenamtlichen. "Toll, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden, sondern weiter verwendet werden," so eine Besucherin.

Die Fotos stammen von unserem Fotografen Helmut Wilp.