Das Alexander-Hegius-Gymnasium und sein Ehemaligenverein und die VHS hatten Politikwissenschaftlerin Almut Möller, Direktorin für Europäische und globale Angelegenheiten beim European Policy Centre in Brüssel zu den Schlossgesprächen eingeladen. Sie referierte über die aktuellen Herausforderungen einer gesamteuropäischen Sicherheitspolitik. Oliver Lackmann und Nikolaus Schneider begrüßten die ehemalige Schülerin des AHG. Sie machte vor 30 Jahren ihr Abitur in Ahaus lebt jetzt mit ihrer Familie in Berlin.
Ihre berufliche Erfahrung umfasst zwei Jahrzehnte Analyse und Beratung in Deutschland und Europa sowie Erfahrungen aus dem Hamburger Senat (2019–2024).
Europa wird von zwei Seiten bedrängt, so die Referentin: Der Krieg in der Ukraine und der Machthunger des amerikanischen Präsidenten, der obendrein unberechenbar ist. Alle diplomatischen Erfahrungen nutzen nichts. Er beachtet keine Regeln und kein Völkerrecht. Europa muss sich auf sein Stärken besinnen.
Sicher gehörten dazu eine gute Rüstung und Wehrhaftigkeit. Aber wichtiger als neue Panzer sind stabile Demokratien, eine starke Wirtschaft und eine gute Vernetzung in Europa. „Ich war vor ein paar Wochen in Indien“, so Möller, „und wenn man den Blick von außen auf Europa wirft, dann sieht man erst, welche Pfunde wir in Europa haben. Da können wir stolz drauf sein. Das gilt es zu erhalten.“
Das Wiedersehen mit ihren alten Lehrern und Mitschülern war eine große Freude. Zu Gesprächen gab es nach dem Vortrag noch viel Zeit.
Ihr Honorar hat sie gespendet. Aber über den Präsentkorb und das Wimmelbild von Ahaus, das ihr Nikolaus Schneider überreichte, hat sie sich sehr gefreut.
Auf dem Podium saßen die Schüler und Schülerinnen des AHG: Emil Prophet, Matheo Niewerth, ‚Bufdi‘ Matilda Duesmann und Mia Müller. Sie stellten zahlreichen Fragen zu aktuellen Themen. Unter der Moderation von Nikolaus Schneider stellte sich Almut Möller den Fragen der Schüler und auch aus dem Publikum.
In ihren Antworten zeigte sich das breite und tief fundierte Fachwissen der Referentin, auch wenn sie manchmal lächelnd zugab: „Das ist nicht mein Spezialgebiet, aber aus meinem Bauchgefühl und meiner Erfahrung kann ich diese Antwort geben.“
Fazit: Der Abend machte deutlich, dass europäische Sicherheit vielschichtig ist und auf stabile Demokratien, wirtschaftliche Stärke, Klimaschutz und gute Vernetzung angewiesen bleibt – sowohl auf EU-Ebene als auch lokal in Städten wie Ahaus.

